Ich bitte um Entschuldigung für die Verspätung des zweiten
Teils, wir hatten die letzten Tage keinen Zugang zu kostenlosem
Internet. Doch besser spät als nie. Die Liste der Ereignisse ist um
einiges länger geworden, mal sehen ab ich heute zu einem Ende komme.
Die Bibliothek in der wir sitzen macht in knapp einer halben Stunde
zu.
Die Fahrt war angenehmer als gedacht. Nach den ersten 20
Kilometern hatte man kaum noch Blut in den Beinen und spürte so den
Rucksack, den Erik und ich auf den Schoß nehmen mussten und welcher
uns seine Riemen und Plastikteilchen in die Oberschenkel presste,
weniger.
Im Gespräch stellten sich die beiden Besitzer des Autos
ebenfalls als Backpacker heraus. Geraldo aus Mexiko und Chaim aus
Israel hatten sich vor einigen Tagen in Auckland zusammengetan und
erkundeten nun zusammen den Norden in Geraldos Auto. Nachdem Erik und
ich einige Informationen in der Sprache austauschten, die wir
meinten, den anderen voraus zu haben, fing auch Geraldo plötzlich an
Deutsch zu sprechen. Er hatte nach seinem Studium in Bonn Arbeit bei
einer mittelgroßen Firma gefunden (kann mich leider weder an den
Namen noch an das Gebiet dieser Firma erinnern), diesen Job aber aus
Frustration hingeworfen und sich aufgemacht nach Neuseeland.
Angekommen in dem knapp 100km entfernten Whangarei suchten wir in
der sogenannten i-site nach einer passenden Unterkunft und unsere
Begleiter nach Herausforderungen in der Umgebung. Wir entschieden uns
für den etwas abgelegeneren, aber dafür preiswerteren Campingplatz
nahe den „Whangerei Falls“, einem Wasserfall der vom „Lonely
Planet“ (einem Reiseführer, welchen wir von unserer Organisation
bekommen hatten) als „Paris Hilton“ unter den Wasserfällen
Neuseelands beschrieben wird, da er wohl nicht der hübscheste, aber
trotzdem der meist fotografierteste sei.
Wir verbrachten 3 Nächte dort. Am ersten Tag wanderten vom
Wasserfall einen Wanderweg entlang seines Flusslaufs. Man fühlte
sich teilweise wie im tiefsten Dschungel, fernab jedweder
Zivilisation und war geschockt als man keine 5 Meter weiter plötzlich
in einem gepflegtem Stadtpark stand. Am zweiten Tag fuhren wir mit
Jana, Katha und Wiyanna, 3 Mädchen, die wir bereits in Deutschland
am Flughafen kennenlernen durften, in ihrem Van zur Sandy Bay nahe
Tutukaka. Am dritten Tag sollte es nach Pahia weitergehen.
Nachdem wir vom Besitzer des Zeltplatzes zum Highway gefahren
worden waren, machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten
Platz um potentiellen Fahrgelegenheiten das Anhalten zu erleichtern.
Die Halteverbotsschilder, die, soweit das Auge reichte, im 15 Meter
Abstand die Fahrbahn zierten, machten das nicht einfach. Wir setzten
uns nach 15 Minuten Erkundungsarbeit demotiviert neben eins.
Noch freuten wir uns als nach etwa einer viertel Stunde ein etwas
mitgenommen aussehendes Auto neben uns anhielt um uns mitzunehmen...
Halbe Stunde vorbei, Bibliothek macht zu. Ich glaube Hollywood
nennt so etwas Cliffhanger.
flo am anderen ende der welt...entdeckt die freude am wandern. ich bin erstaunt und erfreut zugleich.
AntwortenLöschenwalk&travel statt work&travel. :)
ich bin gespannt wie es weiter"geht".
Hallo Flo und Erik- toll was Ihr so unternehmt. Luises Klassenkameraden aus NB sind auch über Auckland zu WORK und travel gerade gestartet und arbeiten schon fleissi. Solltet ihr mit den Jungs Kontakt suchen, mailt Luise an, Anne
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